Sandburg bauen – So baust du eine Ritterburg aus Sand!

Egal ob am Strand, auf dem Spielplatz oder im heimischen Sandkasten – mit diesen Anleitungen und Tipps kann jeder eine beeindruckende Sandburg bauen. Und am Ende zeigen wir dir, wie du eine Sandburg drinnen im Kinderzimmer bauen kannst. Und das ganz ohne Schmutz und Staub!

 

Nützliche Hilfsmittel

Sandformen zum Sandburg bauen
Sandformen Burgteile – Werbung*
  • Eimer (zum Wasser holen, Sand mischen, Gebäude formen)
  • Schaufel (zum Ausheben von Wassergräben,…)
  • Förmchen oder Becher (als Form für Schlosstürme)
  • Löffel (für die Feinarbeit wie Fenster und Dekorationen)
  • Spatel oder Tapeziermesser (zum „Schnitzen“ und Glätten von Konturen)
  • Sprühflasche (zum Nasssprühen der Oberfläche, falls die Sonne sie zu schnell trocknet)

 


Sandburg bauen – Schritt für Schritt Anleitung


1. Vorbereitung ist alles: Der richtige Standort

Den Platz, an dem man sein Sandkunstwerk errichtet, sollte man sorgfältig auswählen. Er sollte nicht zu nah am Wasser liegen und auch nicht im Weg sein. Schließlich möchte man nicht, dass die Sandburg der ersten Welle zum Opfer fällt oder von Fußgängern zertreten wird. Auch ist an manchen Stränden das Sandburgen Bauen verboten. Also am besten vor Ort erkundigen.

2. Das Fundament

Wenn man einen Platz ausgewählt hat, empfielt es sich, die Fläche zu begradigen und von größeren Steinen, Blättern und Ähnlichem zu befreien. Dann ist beim Bau nachher nichts im Weg.

Sandburg am Strand
Ebene, befestigte Fläche erleichtert das Bauen

Auf trockenem Sand hat die Burg keinen stabilen Halt. Deshalb zuerst den Untergrund anfeuchten und mit Händen, Füßen oder einer Schaufel feststampfen.

Häufig stehen Schlösser und Burgen auch auf einem erhöhten Fundament. Dazu kann man an der gewünschten Stelle einfach noch etwas mehr Sand aufschaufeln und festklopfen und begradigen.

 

 

3. Sandschloss skizzieren

Bevor man loslegt macht es Sinn, einige Vorüberlegungen anzustellen und die geplante Größe und Form der Burg im Sand vorzeichnen. Dabei helfen die folgenden Fragen:

Burganlage Sandschloss im Sand
Große Burganlagen vorher skizzieren
  • Wie groß soll das Burggebäude sein? Welche Form soll es haben?
  • Wo soll die Burgmauer verlaufen?
  • Wo soll das Eingangstor platziert werden?
  • Und wo die Türme?
  • Gibt es einen Wassergraben um die Burg?

Vor allem wenn es eine große Burganlage werden soll und mehrere Personen mithelfen, ist eine Skizze wichtig. Denn dann weiß jeder, was zu tun ist.

 

4. Den Sand vorbereiten

Trockener Sand hält nicht zusammen. Deshalb muss Wasser dazu. Wie viel Wasser, das hängt davon ab, wie fein die Sandkörner sind. Ein Mischverhältnis, das sich gut verarbeiten lässt, besteht zu etwa 80-90 Prozent aus Sand und 10-20 Prozent Wasser. Das beste Mischverhältnis findet man durch Ausprobieren. Also am besten einfach mal eine Form mit feuchtem Sand füllen und einen Turm als Test machen. Dann sieht man, ob es hält oder noch mehr Wasser dazu muss.

5. Die Gebäude

Dafür eignen sich Behältnisse in verschiedenen Größen und Formen. Becher für Burgtürme, Schüsseln, Eimer oder gar Wannen für Gebäude, Trichter für konische Formen.

Das Behältnis mit Sand befüllen und den Inhalt gut festklopfen, damit sich der Sand verdichtet. An der gewünschen Stelle umstülpen und vorsichtig nach oben abheben. Falls nötig durch vorsichtiges Klopfen nachhelfen, damit der Sand aus der Form kommt.

Am besten mit einer großen Form (z.B. Eimer) für die Hauptburg beginnen. Für eine besonders große Burg können mehrere Einmer nebeneinander und sogar aufeinander gestapelt werden. Die Zwischenräume einfach mit Sand auffüllen und glätten. Danach mit kleineren Förmchen Mauern, Seitegebäude und Türme drumherum bauen. Für die Türme ist es hilfreich, wenn man Becher in verschiedenen Größen hat und diese von groß nach klein aufeinanderstapeln kann.

 

6. Der Feinschliff

Sandburg bauen
Lange Eingangstreppe

Jetzt kommen Löffel und Spatel und Co. zum Einsatz. Damit lassen sich Einzelheiten wie Burgzinnen, Torbögen usw. herausarbeiten, wie sie auch bei einer richtigen Ritterburg zu finden sind.

Bei den Feinheiten gilt: Am besten von oben nach unten vorarbeiten. Denn beim Schnitzen im feuchten Sand rieseln Sandkörner nach unten auf das Kunstwerk. Daher besser ganz oben anfangen.

Hier einige Ideen für die Detailarbeiten:

  • Dächer kann man gut mit einem (Tapezier)messer anschrägen oder zu Kegelförmigen Türmen schnitzen
  • Burgzinnen kann man sehr gut mit dem Messer ausschneiden
  • Fenster und Türen mit einem Löffel auskratzen
  • Mit einem Holzspieß die Umrisse von Steinen auf die Burgmauer zeichnen
  • Treppenstufen mit einem Tapeziermesser formen

 

7. Dekorieren

Wenn die Burg aus Sand steht, kann sie noch dekoriert und verziert werden. Dazu eignen sich sehr gut Naturmaterialien, die man in der Umgebung sammeln kann. Den Burgweg mit Muscheln oder Steinen pflastern, Fenster aus Seeglas einsetzen, Brücken und Fahnenstangen aus Treibholz, und, und, und. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nur Eines bitte beachten: Wenn du mit mitgebrachten Dingen wie Strohhalmen, Flaschenkorken oder ähnlichem dekorierst, stelle bitte sicher, dass alles nachher wieder mitgenommen wird und keine Abfälle am Strand zurückgelassen werden.

 

8. Üben, üben, üben für die perfekte Sandburg

Wie bei allem heißt es „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“. Wer Sandburgen bauen, will braucht Übung, denn Türme und Gebäude gelingen meist nicht auf Anhieb. Das gute beim Baumaterial Sand ist, dass man ihn immer wieder platt machen und neu beginnen kann. Mit der Zeit werden die Sandkunstwerke immer besser und detailreicher.

 


Noch mehr Tipps zum Sandburg bauen gefällig?

Hier im Video zeigt eine professionelle Sandskulpturenbauerin wie sie vorgeht und gibt Tipps:

Videoquelle: KinderportalClixmix veröffentlicht auf Youtube.com

Wer tiefer in die Kunst des Sandburgen Bauens einsteigen will, findet noch mehr Tipps in diesem Buch*. Das Buch „Sandburgen bauen. Spaß am Strand und im Sandkasten“ wurde aus dem Amerikanischen übersetzt und ist eines der wenigen Bücher, die es in deutscher Sprache zu dem Thema gibt.


Wichtige Hinweise zum Sandburg bauen mit Kindern:

Sonnenschutz nicht vergessen! Beim Sandburg bauen vergisst man schnell mal die Zeit und bemerkt gar nicht, wie einem die Sonne auf die Haut scheint. Mit einem Sonnenhut, langer, leichter Kleidung und Sonnencreme ist man gut gerüstet.

Sicherheit geht vor! Tunnel graben, tiefe Löcher ausheben, Geheimgänge anlegen – Kinder testen gerne aus, was mit nassem Sand alles möglich ist. Die Gebilde können aber auch einstürzen und so zur Gefahr werden. Deshalb sollte man den Kindern verständlich machen, auf keinen Fall in Tunnel oder Höhlen zu kriechen und beim Sandburg Bauen stets ein Auge auf sie haben.


Für kleinere Kinder: Die Kleckerburg

Eine „Kleckerburg“ ist eine einfache Form der Sandburg, die man auch schon mit jüngeren Kindern bauen kann. Auch im Kindergartenalter klappt das schon gut und macht jede Menge Spaß.

Dazu in einem Eimer Sand mit Wasser vermischen. Es kann ruhig mehr Wasser als Sand sein, damit der nasse Sand nachher richtig schön kleckert.

Dann mit den Händen den tropfnassen Sand herausfischen und diesen auf den Boden klecksen lassen. Diesen Vorgang kann man beliebig oft wiederholen und die Burg Schicht für Schicht wachsen lassen.

Das macht auch schon den Kleinsten Spaß und ist eine tolle Möglichkeit, um erste Erfahrungen im Sandburg bauen zu sammeln. Wer wohl die höchste Kleckerburg baut?


Sandskulpturen Festivals und Veranstaltungen

An einigen Strandorten gibt es jedes Jahr Festivals bei denen Künstler beeindruckende Figuren und Bauwerke aus Sand schaffen. Dort gibt es einiges zum Sehen und Staunen und man kann sich wunderbar inspierieren lassen.

Bekannte Sandskulpturen Veranstaltungen in Deutschland:

In anderen Ländern:

Der Weltrekord im Sandburg bauen wurde, wie hier berichtet, 2017 in Duisburg geknackt. Mehrere Wochen lang haben Profis aus verschiedenen Ländern an der, mehr als 16 Meter hohen und reichlich verzierten Burg gebaut.


Sandburg bauen im Wohnzimmer? – Klar geht das!

Wer auch bei Kälte und Regenwetter Sandkunstwerke bauen will, der kann das ganz einfach drinnen tun. Wir empfehlen dafür aber Spezialsand zu verwenden, der nicht krümelt und staubt.

Kinetischer Sand für drinnen
Sand für drinnen – Werbung*

Der sogenannte kinetische Sand hält wie von Zauberhand zusammen, wenn man ihn zusammenpresst. Man muss sich keine Sorgen über Schmutz machen.

Der kinetische Sand hält sogar noch besser zusammen als echter Sand. So kann man ihn wunderbar formen und fantasievolle Gebilde kreieren. Zum Beispiel eine Ritterburg aus Sand. Die kann man sogar auch im Kinderzimmer bauen, denn der Spezialsand lässt sich in wenigen Minuten ohne Rückstände wieder einräumen. Aufgrund dieser Eigenschaften ist er perfekt geeignet, um ihn drinnen im Haus zu verwenden.

Mit kinetischem Sand kann man zu jeder Jahreszeit eine coole Sandburg bauen.


Zum Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*